Was ist ein Ausfallhonorar?

Sobald der Auftrag verbindlich erteilt wurde, steht die Bezahlung der ganzen Summe an, auch wenn der Kunde den Auftrag nicht mehr durchführen will. Das Ausfallhonorar ist also eine Art Kompromiss.

Nehmen wir an, du hast für einen Auftrag offeriert. Der Kunde liest sich deine Offerte, und idealerweise auch deine AGB, durch und erteilt dir den Auftrag. Ab jetzt gilt das Ausfallhonorar.

Wir beziehen uns hier auf Art. 377 OR:

Art. 377 OR:
III. Rücktritt des Bestellers gegen Schadloshaltung

Solange das Werk unvollendet ist, kann der Besteller gegen Vergütung der bereits geleisteten Arbeit und gegen volle Schadloshaltung des Unternehmers jederzeit vom Vertrag zurücktreten.

Das bedeutet, du kannst in jedem Fall eine Rechnung für deine bis dahin geleistete Arbeit stellen.

Zahlung in Phasen

Wenn du an einem grossen Auftrag arbeitest (betreffend Honorar oder Dauer), wird ein Teil des Honorars abschnittweise bezahlt. Das kann beispielsweise ein Drittel nach Auftragserteilung und zwei Drittel nach Abschluss des Auftrages sein. Am besten hälst du das in deinen AGBs fest.

AGB sind individuell

Je nach Auftrag (und Abmachung) können nach einem Abbruch bis zu 50% des Honorars fällig werden, selbst wenn du noch keinen Strich gemacht hast. Denn auch wenn du nicht losgelegt hast, so hast du doch zumindest deine nächsten Wochen oder Monate für diesen Auftrag freigehalten. Vielleicht sogar anderen Kunden absagen müssen. Im Verweis auf deine AGB kannst du nun also eine Rechnung schreiben.