Wie hoch sollte mein Stundenansatz sein?

Um deinen Stundenansatz genau berechnen zu können, musst du dich mit folgenden Fragen auseinandersetzen:
– Wie viel will ich im Monat verdienen?
– Wie hoch sind meine monatlichen Fixkosten? (Versicherungen, Software usw.)
– Wie viele Tage in der Woche will ich selbstständig arbeiten?
– Wie viele Stunden pro Tag sind das effektiv? (Abzüglich Akquise und Buchhaltung)
– Wie viele Ferientage und Krankheitstage kalkuliere ich ein?
– Wie viel Gewinn kalkuliere ich ein? (zB 15%, damit du auch etwas auf die Seite legen kannst)

Das klingt jetzt erstmal alles sehr theoretisch und gerade in den Anfängen sind die Einnahmen sehr unregelmässig und man kennt seine Ausgaben noch nicht.

Wir empfehlen 100 CHF bis 150 CHF!

Klingt nach viel?

Eins vorweg: du hast am Schluss nicht den ganzen Stundenansatz auf deinem Konto. Denn auch wenn du von zu Hause aus arbeitest, deine regelmässigen Kosten sich in Grenzen halten, als Selbstständige/r musst du deinen Stundenansatz hoch genug ansetzen. Denn von diesen 100 CHF landen am Schluss etwa 45 CHF in deiner Tasche. Da staunst du!

Übrigens: deine Arbeit ist meist massgeschneidert und persönlich und deine Zeit ist das Geld wert!

Wie stellt sich ein Lohn genau zusammen?

moneynotlove.ch hat dazu eine wunderbare Auflistung:
Wieviel Geld habe ich am Schluss (netto)?
Ausgehend von einem Stundenlohn von 100 CHF fallen folgende Abzüge an:

  • 7.8% AHV
  • 1.4% IV
  • 0.5% EO 3.5% BVG
  • 3.568% FUV
  • 13% Ferien (6 Wochen im Jahr)
  • 2.9% Büromiete (500 CHF pro Monat)
  • 2.0% Büroausstattung (Computer, Programme, Magazine, Büromaterial)
  • 20% Administration und Akquise (1 Tag pro Woche)

Übrig bleiben dir also 45 CHF

Rabatt

Manchmal kann es trotzdem vorkommen, dass man nicht den vollen Stundenansatz berechnen kann. Hier solltest du aber nicht deinen Stundenansatz tiefer setzen, sondern von einmaliger Preisreduktion oder Rabatt (z.B. Familienrabatt, Freundschaftsrabatt usw.) sprechen.